Sonntag, 6. November 2016

Itati und San Cosme

Anschließend fuhren wir nach Itati - einem kleinen Wallfahrtsort am Paraná. Neben Schuhen und Sonnenbrillen für die Kinder kaufte sich Paul eine Virgen de Itati als Talisman. Von nun an ziert sie unser Auto.


stärken mussten wir uns natürlich auch. Ich hatte einen Grillteller, der war eher unterdurchschnittlich, die anderen hatten ein... ja genau Milanesa, das war gut.





Abends verbrachten wir in San Cosme auf einem Gratiscampingplatz.



Nicht so toll war, dass es nur Toiletten gab. In manchen gab es über der Toilette auch eine Dusche. Sehr merkwürdig. Im Sommer könnte dies richtig schön sein, wenn die großen Wasserrutschen im Betrieb sind, aber jetzt war es unterdurchschnittlich. Zumindest hatten wir einen schönen Sonnenuntergang.

Das größte Wasserkraftwerk Argentiniens - Yacyreta

Am nächsten Morgen fuhren wir in die Stadt und wollten und das größte Wasserkraftwerk Argentiniens Yacyreta anschauen. Wir wurden mit dem Bus zum Kraftwerk gefahren und erhielten eine Gratisführung.










Das Kraftwerk liegt am Paraná und gehört je zur Hälfte Argentinien und Paraguay. Örtlich liegt es größtenteils auf Paraguayischem Gebiet. Da es jedoch von Argentinien finanziert wurde, gehört es nun beiden zu gleichen Teilen. Außerdem wird nach Argentinien viel mehr Strom geliefert als nach Paraguay. 14 % des gesamten Strombedarfs ganz Argentiniens wird durch das Kraftwerk gedeckt. Das Kraftwerk ist wirklich riesig. Ich meine, ich habe eine Zeit direkt am Kachlet in Passau gewohnt, so dass es für mich nicht neu war, aber diese Dimensionen sind schon irre.

7.10/8.10 Am Paraná entlang

Wir fuhren am Paraná entlang und kamen zu den Jesuiten-Dörfern. In San Ignacio machten wir in einem Minilokal Pause und stärkten uns.


Anschließend verließen wir Misiones und fuhren durch Corrientes. Gegen Abend fanden wir einen Familiencampingplatz. Er hieß Mirador und lag außerhalb von Ituzaingo, ebenfalls direkt am Paraná.





Die Kinder gingen noch zum Fluss zum Baden und wir hatten einen traumhaften Sonnenuntergang.


Einen Freund fanden wir natürlich auch gleich! 


Leider wurde es in der Nacht immer noch ziemlich frisch, so dass wir wie fast jede Nacht früh schlafen gingen.

Gruta India

Endlich wieder unterwegs. Regen und Mücken - deswegen sind wir schließlich nicht bis nach Argentinien gereist.

Unser Weg führte uns durch Misiones südwärts. Teilweise war es hier schon ziemlich elend.

Gegen Mittag kamen wir bei Wanda an einem Lokal El Paraiso vorbei.


Hunger und Neugier wegen der Schweizer Flagge ließen uns stoppen. Das Lokal gehörte einer Schweizerin. Sie erzählte uns, sie sei nun schon 10 Jahre da. Wir wunderten uns, wie schnell man sich anpassen könne. Es ist selbstverständlich, dass man im Lokal ein kleines, freistehendes Waschbecken hat, in dem man im kalten Wasser die Gläser wäscht. Paul meinte, er könnte gar nicht lange genug irgendwo leben, um auf solche Annehmlichkeiten wie Geschirrspüler freiwillig zu verzichten. Wir unterhielten uns mit ihr und es stellte sich heraus, dass bereits ihre Großeltern ausgewandert sind und sie in Wanda erst seit 10 Jahren lebten. Damit war dann alles klar. Es ist aber erstaunlich, dass sie immer noch so gut deutsch kann und sie meinte, dass bei ihr zuhause nur deutsch gesprochen würde - kein Schwitzerdütsch, sondern hochdeutsch.
Nach einer Stärkung mit Milanesa - was sonst - fuhren wir weiter nach Gruta India. Ruben und Alicia meinten, dies wäre der schönste Campingplatz in Argentinien. Nur durch Zufall erblickte ich das Schild zum Campingplatz an einem großen Eingangstor. Das Tor stand etwas zurückversetzt mitten in der Pampa. Niemand hätte ahnen können, dass dies der Wegweiser zu einem CP ist. Mal schauen was uns da erwartet. Nach ca. 4 km Schotterpiste, kamen wir mitten im Wald zum Platz. Er lag an einem Hang und wurde durch einen kleinen Fluss begrenzt, in dem es einen kleinen Wasserfall gab.

Gegenüber des Flusses lag eine größere Höhle, die früher von den Indianern genutzt wurde - deshalb Gruta India.







Der Betreiber hatte drei Kinder. Der Junge Javier und die Tochter Sophie waren ungefähr in Theresas Alter. Freundschaften wurden sofort geschlossen. Theresa wartete am Mittag schon, wann die beiden endlich aus der Schule kamen, dann wurde Ball gespielt und an den Lianen geschaukelt.



Dazwischen ging es in den Fluss zum baden. Leider waren auch hier die Mücken nicht nachsichtig mit uns und so war ich ehrlich gesagt froh, als wir wieder abreisten. Theresa war mehr als unglücklich.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Iguazu

Über eine ganz schlechte Waschbrettpiste ging es am Rand des Nationalparks von Adresito nach Port Iguazu. Kurz vor der Stadt mündete die Schotterpiste wieder in die normale Straße. Dort stand einer vom Militär. Der junge Mann war ganz verblüfft, als er uns sah. Von Iguazu her war nämlich die Straße als militärisches Sperrgebiet gesperrt. Nach Pass- und Führerscheinkontrolle  (er hatte anscheinend noch nie einen Fahrzeugschein gesehen, denn er hielt ihn verkehrt herum) ging es weiter. Am Eingang zur Stadt mussten wir pro Erwachsenen 20,- Pesos Kurtaxe bezahlen. Dafür wurde der komplette eingehende Verkehr abgesperrt. Nach kurzem Suchen fanden wir einen kleinen - sehr teuren - Campingplatz. Es war ein Schwimmbad vorhanden und wir hatten einen guten Stellplatz.




Am Sonntag ging´s zu den Wasserfällen. Ich denke die Bilder sprechen hier für sich. Es war einfach atemberaubend. Wir versuchten uns soviel anzusehen, wie möglich, aber bei gut 30 Grad und wenig Schatten war das etwas schwierig. Man konnte die Wasserfälle sowohl von einem oberen Weg, der teilweise über die Wasserfälle führte, als auch von einem Weg der am unteren Flußufer entlang führte.














Mittags kehrten wir ein und trotz Massenbetrieb war das Essen gut.



Fazit: Wer nach Argentinien fährt sollte sich die Wasserfälle nicht entgehen lassen. Gerade im Frühling ist es ideal, da zum einen weniger Besucher da sind und zum anderen ist es dann noch nicht so heiß!!
Nach unsrem Ausflug fing es an zu schütten. Ein richtiger Wolkenbruch. Leider dauerte er nicht nur kurze Zeit sondern 2 Tage. Wir waren vollkommen durchweicht.





Am CP war ein kleiner Zotteliger Hund, der nach dem Regenguss aussah wie ein kleiner, roter (vom roten Sand gefärbt) Bettvorleger.

Außer den Wasserfällen hatte die Stadt für uns nichts zu bieten, so dass wir, sobald wir einigermaßen trocken waren weiter fuhren.