Dienstag, 9. Januar 2018

Meine Reise in die alte Heimat

Nun waren wir knapp neun Monate in Südamerika unterwegs. Da wurde es Zeit mal wieder in die alte Heimat zu fliegen. Die Kinder mussten in die Schule, so entschloss ich mich - schweren Herzens - alleine zu fliegen. Mitte Mai 2017 ging es los.
Paul hatte erst vor zwei Wochen mit dem Hausbau begonnen. Das bedeutete der Bau und vor allem der Umzug mussten ohne mich stattfinden. Zusätzlich noch der weite Schulweg und das morgendliche Aufstehen. Da musste mein Morgenmuffel ganz schön über seinen Schatten springen.

Ich flog über Tacna, Lima und Madrid nach München. Paul brachte mich ohne die Kinder, die ja in der Schule waren, zum Flughafen. Selten so einen kleinen Flughafen gesehen. Ich wurde beim Einchecken gefragt, ob ich Alkohol dabei hätte. Na hallo! Wenn man von Peru nach Deutschland fliegt, darf doch ein Pisco nicht fehlen. Ich musste mit meinem Koffer, in dem sich der Pisco befand zum Zoll. Ein freundlicher älterer Herr wollte wissen, ob ich zu ihm wollte. Nun erklärte ich ihm, dass in diesem Koffer eine Flasche Pisco sei. Er schmunzelte und meinte mich leicht mit dem Ellbogen anstoßend, ob der für uns beide sei. Ein gespielt enttäuschtes Gesicht blickte mir entgegen, als ich den Schnaps als Geschenk deklarierte. Dann bekam ich einen Aufkleber und durfte weiter.

Der Flug war vollkommen unkompliziert. In Lima musste ich meinen Koffer wieder abholen und dann neu einchecken. Nun ja ein meines Erachtens völlig überflüssiger Zeitaufwand. Aber ich hatte ja genug Zeit (gut zwei Stunden). Dann ging es weiter nach Madrid - auch dieser Flug war völlig unproblematisch.

Als ich in Madrid ankam, begrüßte mich ekliges Regenwetter. Na toll! Nach der Passkontrolle musste ich relativ schnell zu meinem Gate, das ist ja in Madrid eine ganz schöne Strecke.
Was einem richtig auffiel, war die Hektik! Obwohl in Lima Mengen an Menschen unterwegs waren, war alles recht entspannt und dann die europäische Hektik.
Ich empfand die als wirklich negativ und wäre am Liebsten wieder ins Flugzeug nach Lima gestiegen.
Kurz vorm Checkin wurde dann auch noch das Gate gewechselt und wir mussten uns spurten. Der Flug hingegen war entspannt.

Abends in München holte mich ein guter Freund ab. Im Auto wurde ich mit einer guten Flasche bayerischen Biers begrüßt. Ein Labsal! Wir fuhren zu ihm heim. Dort wartete schon seine Frau und seine Kinder auf uns mit Weißwürstl und Brezn.
Man verzeihe mir die falsche Tageszeit für Weißwürste!

Ein schönes Ankommen!!!

Dienstag, 2. Januar 2018

Unser erstes Haus in Chile!!


So nun hatten wir endlich unser Grundstück und Paul konnte loslegen.


Als erstes kam die Bodenplatte. Sie kam auf Steine, da das Haus ja wieder abgebaut werden soll. Deshalb konnte Paul es nicht fest mit dem Boden verbinden.


Dort hinten im Eck ist unser Wasseranschluss


Bei jeder Pause mussten sie sich unterstellen. Theresa und ich waren für das leibliche Wohl zuständig.


Theresa half, wie immer, fest mit.


Das erste Stück der Seitenwand stand.


Nun war schon die Außenwand unseres Schlafzimmers erkennbar.


Fortschritt!!!


Theresas Zimmer. Die Fenster waren noch nicht da, so dass Paul einen Platzhalter dafür verwendete. Also Theresa bekam auch noch Tageslicht.


Unser Schlafzimmer


Gästezimmer bzw. Büro


Endlich Pause und a gutes Bier


Bad und Küche



von innen


Bad: Das Wichtigeste ist bereits installiert und funktioniert


Die Fenster sind da! Juhu!!!


Langsam kann man die Zimmer erahnen



Paulis Zimmer. Das Möbelstück, das er im alten Haus nicht braucht steht schon hier


Mal von oben


Blick auf die Terrasse


Unsere Terrasse


Das wird die Küche




Nochmal unsere Terrasse


Bad, Paulis und Max Zimmer von außen


Wir haben Internet


Der Kühlschrank ist da


... und natürlich der 6-flammige Herd


GANZ WICHTIG: Die Treppe zur Dachterrasse


Max streicht seinen Schreibtisch



Theresa hat als einzige ein Hochbett und richtet sich langsam ein



Ein richtig großer Pantalla darf auch nicht fehlen


So sieht die Küche schon besser aus


Zum Schluss noch ein Blick von der Dachterrasse


Salud und Prost auf unser neues Zuhause!!!



Mittwoch, 27. Dezember 2017

Die Suche nach einem Grundstück

Nachdem nun die Kinder ein ganzes Jahr ins Colegio gehen werden, mussten wir näher ans Azapatal. Jeden Tag zwei manchmal auch drei Mal mitten durch die ganze Stadt und morgens der Stau. Das war nicht möglich.
Die Häuser im Azapatal sind ziemlich teuer zum Mieten mit bis zu einer Million muss man schon rechnen. Das überstieg unsere finanziellen Möglichkeiten. Die günstigeren Häuser oder Wohnung verfügten aber nur über zwei oder drei dormitorios (Schlafzimmer). Als mit fünf Personen einfach zu wenig. Was tun?! Wir wollten uns ein Grundstück mieten und uns ein Häuschen bauen und zwar eins, das wir nach der Mietzeit einfach wieder abbauen könnten.

Als erstes fanden wir ein kleines Grundstück im Azapatal ungefähr 3 km von der Schule entfernt. Das wäre doch schon was. Viel weniger fahren und über einen Schleichweg - ohne Stau!!



Der Eigentümer züchtete und verkaufte Kakteen. Er war deutscher Abstammung, konnte jedoch kein Wort deutsch mehr. Das machte die Sache nicht einfacher. Zuerst war er von der Möglichkeit das Grundstück zu vermieten angetan, doch im Ergebnis war ihm das ganze doch eher suspekt.


Etwas weiter hinten in der selben Straße war ein Grundstück mit 1000 qm ausgeschrieben. Hier erfuhren wir, dass man erst mit einer Grundstücksgröße von 5000 qm ins Grundbuch eingetragen wird. Darunter wird man anteilig Eigentümer und würde nur in eine Rolle eingetragen. Interessant. Leider wollte der Ersteigentümer das Grundstück nur verkaufen. Also mussten wir weiter suchen.


Das nächste Grundstück war der Wahnsinn. 2500 qm etwas abseits der Hauptstraße ins Azapatal. Umgeben von Wüstenbergen. Der Verkäufer hatte schon etliches angelegt. So befand sich ein Obstgarten mit Laube auf dem Grundstück ...









... mit Maracuja, Orangen, Zitronen, Aji (Chili)






... natürlich mit Olivenbäumen, wie es sich für das Azapatal auch gehört.



Das Grundstück war umzäunt und die Einfahrt bereits gepflastert


Das Loch für den Pool war auch schon ausgehoben. Schön wäre es gewesen, aber leider war es ebenso wie Las Machas 10 km vom Colegio entfernt nur in die andere Richtung und mit mehr Stau.
Schweren Herzens suchten wir weiter.


Das nächste Grundstück war im Campo Verde, das ist ein Stadtteil, der am Beginn des Azapatals liegt und nur ungefähr einen km vom Colegio entfernt liegt. Eigentlich ideal. Nach einigen hin und her meinte der Verkäufer er würde uns das Grundstück 250qm für 150000 im Monat vermieten. Na toll war das nicht. Es war winzig, dafür wäre Abwasser und Strom schon vorhanden.


Aber auf einmal zeigte er uns noch ein anderes Grundstück knapp 500 qm groß. Dort wollte er selbst in einigen Jahren ein Haus bauen, das könnten wir auch mieten und zwar für 200000,- Pesos. Also nicht viel mehr. Nebenbei liegt ein Euro so ungefähr bei 750 Pesos.

Wir sagten zu und zwei Tage später waren wir beim Notar und schlossen den Mietvertrag.

ENDLICH KONNTE ES LOSGEHEN!!!