Nun waren wir knapp neun Monate in Südamerika unterwegs. Da wurde es Zeit mal wieder in die alte Heimat zu fliegen. Die Kinder mussten in die Schule, so entschloss ich mich - schweren Herzens - alleine zu fliegen. Mitte Mai 2017 ging es los.
Paul hatte erst vor zwei Wochen mit dem Hausbau begonnen. Das bedeutete der Bau und vor allem der Umzug mussten ohne mich stattfinden. Zusätzlich noch der weite Schulweg und das morgendliche Aufstehen. Da musste mein Morgenmuffel ganz schön über seinen Schatten springen.
Ich flog über Tacna, Lima und Madrid nach München. Paul brachte mich ohne die Kinder, die ja in der Schule waren, zum Flughafen. Selten so einen kleinen Flughafen gesehen. Ich wurde beim Einchecken gefragt, ob ich Alkohol dabei hätte. Na hallo! Wenn man von Peru nach Deutschland fliegt, darf doch ein Pisco nicht fehlen. Ich musste mit meinem Koffer, in dem sich der Pisco befand zum Zoll. Ein freundlicher älterer Herr wollte wissen, ob ich zu ihm wollte. Nun erklärte ich ihm, dass in diesem Koffer eine Flasche Pisco sei. Er schmunzelte und meinte mich leicht mit dem Ellbogen anstoßend, ob der für uns beide sei. Ein gespielt enttäuschtes Gesicht blickte mir entgegen, als ich den Schnaps als Geschenk deklarierte. Dann bekam ich einen Aufkleber und durfte weiter.
Der Flug war vollkommen unkompliziert. In Lima musste ich meinen Koffer wieder abholen und dann neu einchecken. Nun ja ein meines Erachtens völlig überflüssiger Zeitaufwand. Aber ich hatte ja genug Zeit (gut zwei Stunden). Dann ging es weiter nach Madrid - auch dieser Flug war völlig unproblematisch.
Als ich in Madrid ankam, begrüßte mich ekliges Regenwetter. Na toll! Nach der Passkontrolle musste ich relativ schnell zu meinem Gate, das ist ja in Madrid eine ganz schöne Strecke.
Was einem richtig auffiel, war die Hektik! Obwohl in Lima Mengen an Menschen unterwegs waren, war alles recht entspannt und dann die europäische Hektik.
Ich empfand die als wirklich negativ und wäre am Liebsten wieder ins Flugzeug nach Lima gestiegen.
Kurz vorm Checkin wurde dann auch noch das Gate gewechselt und wir mussten uns spurten. Der Flug hingegen war entspannt.
Abends in München holte mich ein guter Freund ab. Im Auto wurde ich mit einer guten Flasche bayerischen Biers begrüßt. Ein Labsal! Wir fuhren zu ihm heim. Dort wartete schon seine Frau und seine Kinder auf uns mit Weißwürstl und Brezn.
Man verzeihe mir die falsche Tageszeit für Weißwürste!
Ein schönes Ankommen!!!
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