Sonntag, 17. Dezember 2017

Nach Tacna mit der Bahn


Wer eine Reise tut, hat was zu erzählen!! Heute fuhren wir mit dem Zug nach Tacna. Wer einmal in unserer Gegend ist, sollte dies unbedingt machen. Zum einen ist es günstig und bequem und zum anderen ein Erlebnis mitten durch die Wüste zu schaukeln.






Die Brücke über den Rio Lluta




Als wir in Tacna ankamen fuhren wir bis zum Bahnhof mit Polizeieskorte. Nicht schlecht!! Obwohl viermal ein Zug durch Tacna fährt, blieben die Leute stehen. Manche machten Fotos, manche winkten.




Einfahrt in den Bahnhof Tacna


Bevor wir in die Stadt aufbrachen, brachten wir unser Gepäck ins Hotel, das 5 Minuten Fußmarsch vom Bahnhof entfernt ist. Dann ging´s ab in die Stadt. Tacna ist immer ein Erlebnis und wie Urlaub.


An der 5. de Mayo befindet sich das große alte Theater von Tacna und die Polizeistation ist gleich daneben.




Wir mussten wie immer in die beste Pizzeria von Tacna gehen - das Mia Mamma. Dort gab es für die Kids eine Familien-Salamipizza


Max bekam an diesem Wochenende seine Spange. Hier zeigt sich mal wieder, dass man keine Vorurteile haben darf. Peru ist bekannt für seine guten und günstigen Zahnärzte. Auch Implantationen sind hier um ein Vielfaches günstiger als in Deutschland, so dass sich bereits bei Zähnen ein Flug und ein 14-tägiger Aufenthalt in Tacna finanziell lohnt. Erstaunlich!!!


Nach der ersten Behandlung war Max noch nicht auf dem Damm. Es gab nur Flüssiges. Frischer Erdbeersaft!


Die Kathedrale von Tacna von Süden 


Max Spange war nun fertig. Modisch blau ;)


Als kleines Trostpflaster für die Tortur fuhren wir zum Thermen. Gut 20 km außerhalb Tacna im Westen liegt die Therme. Wir fuhren mit einem Taxi, das dann dort auf uns gewartet hat.


Die Thermen bestand aus lauter kleinen Bädern. Wir hatten ein sehr kleines mit 40 Grad und das untere mit 35 Grad für uns alleine.


Die Therme hatte auch ein unbeheiztes Freibecken, das wir aber nicht zusätzlich buchten.




Nach dem Thermen stärkten wir uns erst einmal in dem kleinen Lokal


Alles natürlich mit lateinamerikanischer beschwingter Musik.



Wie jedes Mal ein schöner Ausflug. Die Möglichkeit mit dem Zug zu fahren, werden wir nun öfter nutzen. Man hat nicht die langen Schlangen an der Grenze, da nicht mehr wie 48 Personen in den Zug können. Man kommt mitten in der Stadt an. Mit dem Taxi muss man vom Busbahnhof ein weiteres Taxi in die Stadt nehmen. 


Also unsere Empfehlung: Fahrt mit dem Zug von Arica nach Tacna! Wichtig: Die Zugtickets können in Arica nur für den gleichen und den folgenden Tag gekauft werden. Am besten ist man bereits gegen kurz nach 8.00 Uhr am Schalter, dann hat man die größte Sicherheit, dass man am nächsten Tag fahren kann.

Freitag, 8. Dezember 2017

Ein Ausflug mit Folgen


Da nun ja die Schule angefangen hatte, blieb uns nur noch das Wochenende für weitere Ausflüge. An einem Sonntag ging es über Poconchile nach San Miguel de Azapa und dann weiter ins Azapa-Tal hinein.



Mitten im Flussbett schlugen wir unser Zelt auf



Hier musste vor nicht all zu langer Zeit Wasser geflossen sein. Die Erde war an vielen Stellen aufgerissen und es bildeten sich bizarre Formen.




Ein bisschen Wasser war sogar im Rio Azapa übrig geblieben.




Ein Geschenk von Max. Er hat aus der ausgetrockneten Erde ein Herz gebastelt. Das Herz hat mittlerweile sogar einen Umzug überstanden. Unglaublich!






An den unwirtlichsten Stellen ist grün zu sehen!!


Nach dem Flussbett mit den spitzen Steinen ist uns der Reifen nicht dort geplatzt, sondern einfach auf der Straße. Wir hatten Glück. Hier war die Straße zweispurig. Kurz vorher war nur eine schmale Fahrbahn


Paulis erster Reifenwechsel!!



Gut gemacht!!


Nach fast dreißigtausend Kilometern durch unwegsamstes Gelände hatten wir hier unsere erste Panne!!

Montag, 4. Dezember 2017

Ausflug nach Putre


Heute wollten wir mal hoch hinaus - wir machten einen Ausflug nach Putre. Putre ist ein kleiner Ort auf 3650 Meter Höhe und liegt am Eingang zum Nationalpark Lauca.


Hier gehen alle Transport vom Hafen in Arica nach Bolivien. Also ist es hier eine viel befahrene Straßen. Ein Laster nach dem anderen.



Vollkommen außergewöhnlich - kein Laster vor uns!!


Der Ort an sich ist nett gelegen und vollkommen unscheinbar. Dennoch gibt es hier etliche Touristen, die von hier nach Lauca oder auch nach Bolivien aufbrechen. So gibt es einige Hotels und Restaurants.


In der Ortsmitte lag ein großer Platz. An einem Eck gab es ein paar Stände, dort kauften wir Basilikum, eine bolivianische Menthol-Salbe  und ein paar Mitbringsel.



Als erstes kehrten wir in einem Restaurant ein. Natürlich entschieden sich die Kids für eine Pizzaria


... und sicherlich auch der teuerste Schuppen am Ort. Aber das Essen war ausgezeichnet. Wir hatten Pizza mit Lomo. Spitze!!


Das ist der Innenhof. Hier geht es zu den Banos. Schön finde ich!



Dann hab ich den größten Fehler des Tages gemacht. Ich hatte eine etwas verschnupfte Nase und bekam keine Luft, also hab ich die bolivianische Salbe ausprobiert. Dann bekam ich auf einmal so viel Luft, dass ich fast umgekippt wäre auf 3650 Meter. Für mich war der Tag gelaufen. Ich habe mich ins Auto gesetzt und auf die Abfahrt gewartet.


Ein etwas verschleierter Blick auf Putre.
Immerhin hab es Kandelaber Kakteen. 


Nachdem die Straße so viel befahren ist, muss sie immer mal wieder hergerichtet werden. Das sieht so aus, dass eine Fahrbahn komplett gesperrt ist und eine Ampel das Ganze regelt. Die Baustelle war ungefähr 10 km und wir standen gut eine Stunde. 


Es staute und staute sich!!



Der Blick auf das Lluta-Tal, wenn man aus den Bergen kommt.






Wo soll man da abbiegen??


Trotz der langen Wartezeit an der Ampel und meinen Luft-Flash war es ein sehr schöner Ausflug.